Tantra

Tantra-Sex: Was ist das eigentlich?

Tantra-Sex: Was ist das eigentlich?

 

Tantra findet seinen Ursprung bereits im 2. Jahrhundert. In voller Ausprägung liegen die Lehren jedoch erst ab dem siebten und achten Jahrhundert vor. Hier erfahren Sie, was Tantra eigentlich bedeutet und wie es die Sexualität positiv beeinflussen kann. Wohl jeder hat schon einmal davon gehört: Tantra-Sex. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff? Und ist damit so etwas ähnliches wie Kamasutra gemeint? Die wichtigsten Fakten und Must-Knows rund um das Thema tantrischen Sex haben wir!

Was ist Tantra?

Viele Menschen glauben, das Tantra ausschließlich eine Sexpraktik aus der indischen Lehre beschreibt. Oder dass man Tantra mit dem Kamasutra gleichsetzen kann. Das ist aber nicht richtig. Tantra ist mehr als nur eine Liebeskunst. Es ist eine Lehre, die philosophische und religiöse Aspekte beinhaltet und die die Verbindung von Körper, Geist und Seele anstrebt.

Alles ist eins: Die tantrische Philosophie

Der Weg des Tantras sucht seine Verwirklichung im Diesseits. Das bedeutet, er pflegt gegenwärtige Werte, wie Liebe, Lebensfreude und die sinnliche Lust. Man soll die Erfahrungen mit seinem Bewusstsein regelrecht „durchdringen“ und nicht in einem Bewusstsein verweilen, dass Unterscheidungen, wie beispielsweise rein – unrein und hoch – niedrig, macht. Ziel des Tantras ist ein non-duales Bewusstsein, in dem alle Unterscheidungen aufgehoben sind.

Tantra einfach erklärt

Feinstofflicher Körper

Der Weg des Tantras geht über das feinstoffliche Energiesystem und damit auch den Körper hinweg. Letzterer wird als „Tempel der Seele“ und als Abbild des gesamten Universums verstanden. Wer also seinen Körper und die in ihm ablaufenden Energievorgänge lenken und kontrollieren kann, erlangt Zugang zu den Mysterien der Existenz. Das Ziel des Tantras ist die Erweckung der Urkraft im menschlichen Körper: Der Kundalini-Kraft, die im Becken des Körpers sitzt.

Liebeskunst aus Indien

Tantra ist ein aus dem Sanskrit, der ältesten in Indien gesprochenen Sprache, stammender Begriff, der übersetzt so viel heißt wie „Gewebe“ oder „Gefüge“. Damit wird die Verknüpfung von weltlichen und spirituellen Aspekten gemeint, das Zusammenführen des männlichen und weiblichen Prinzips. Deshalb spielt auch die Sexualität im Tantra eine wichtige Rolle. Sie dient als Mittel zur Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis.

Sexualität im Tantra

Die Sexualität wird im Tantra als eine hohe, göttliche Kraft angesehen und als solche verehrt. Sexualität soll das menschliche Potential entfalten und das Bewusstsein erweitern. Beim sexuellen Tantra geht es aber in erster Linie nicht um das Ausprobieren ausgefallener Sexstellungen oder außergewöhnlicher Praktiken. Sex im Tantra basiert auf einer inneren Geisteshaltung als Mittel zur Bewusstseinserweiterung und ist ein Hilfsmittel, um in einen Zustand von Extase zu gelangen. Die sexuelle Vereinigung im Tantra sollte lange dauern, um der Erweiterung des Bewusstseins Raum und Zeit zu geben. Die Erektionen, besonders die des Mannes, sollten deswegen so lange wie möglich gehalten werden und der Samenerguss so lange wie möglich hinausgezögert oder sogar ganz vermieden werden. Im Tantra bewegt sich der Mann deswegen weniger als die Frau. Generell werden Stellungen bevorzugt, in denen das Paar lange verharren kann.

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Spezielle Rituale

Ein spezielles Tantra-Ritual ist das „Maithuna“ oder „Mithuna“, welches so viel wie „sexuelle Vereinigung im rituellen Kontext“ bedeutet. Im Maithuna wird erst nach den Regeln des Tantra gegessen, danach folgt die sexuelle Vereinigung. Während des gesamten Rituals bleiben die beiden Partner körperlich in Kontakt, da nicht der Orgasmus, sondern die Wahrnehmung der eigenen Empfindungen und die Sensibilität für den Partner im Vordergrund stehen.

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Achtsamkeitstraining als Vorbereitung

Vor den eigentlichen Ritualen des Tantra ist es üblich, dass Paare ein Achtsamkeitstraining absolvieren. Dabei lernen sie, den eigenen Körper und die eigenen Empfindungen bewusst wahrzunehmen und die Aufmerksamkeit auf ihr Inneres zu richten. Bei dem Achtsamkeitstraining werden Paare dazu angeleitet, sich ganz intuitiv zu bewegen und diese Bewegung bewusst zu erleben. Erst anschließend sind sie für die tantrischen Praktiken bereit und können die folgenden Berührungen durch den Partner intensiver wahrnehmen.

Achtsamkeitstraining: Tantra-Vorbereitung!

Erotische Massagen des Tantra

Ausgangspunkt ist die in Indien vorherrschende Vorstellung, dass der Körper in sieben verschiedene Energiezentren eingeteilt werden kann, die sogenannten Chakren. Bei den sinnlichen Massagen, die zu den Ritualen des Tantra gehören, werden diese Energieströme zum Fließen gebracht. Dadurch wird die sexuelle Energie so sehr gesteigert, dass der Zustand der Ekstase erreicht werden kann.

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Die Yoni-Massage:

Diese Tantra-Massage fokussiert sich beispielsweise auf die Verwöhnung des weiblichen Geschlechtsorgans. Durch abwechselnd klopfende und kreisende Bewegungen sollen die Lustpunkte der Vagina stimuliert und die Massage zu einem spirituellen Erlebnis werden.

Die Lingam-Massage:

Hier steht dagegen das männliche Geschlechtsorgan im Vordergrund. Penis und Hoden werden mit langsamen Bewegungen gestreichelt und verwöhnt. Auch hier geht es in erster Linie um das langsame Hinführen und intensive Erleben jeder einzelnen Berührung. Im Idealfall lernt Ihr Partner, während Sie sanft seinen Penis massieren, wie er seinen Orgasmus länger hinauszögern kann, und wird seinen Höhepunkt schließlich sogar noch intensiver erleben
Ob Sie die Praktiken selbst zuhause ausprobieren oder ob Sie dafür in ein professionelles Tantra-Institut gehen bleibt Ihnen dabei natürlich völlig selbst überlassen. Das wichtigste ist Sie fühlen sich wohl und genießen die gemeinsame Zeit mit Ihrem Partner.

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Tantra-Yoga

Die Shiva-Shakti-Philosophie beschreibt die Polarität des Universums. Der Kern der Philosophie ist die Verschmelzung der Kundalini-Kraft mit dem Höchsten, Absoluten. Shiva, das männliche Symbol für Bewusstsein gilt als passiv, während Shakti, das weibliche Symbol für Energie, als aktiv gilt. Sie wird auch mit der Kundalini-Kraft gleichgesetzt, die durch verschiedene Praktiken erweckt werden kann und durch die Chakras aufsteigen soll, damit sie sich im Kronen-Chakra mit dem Absoluten verbinden kann. Diese Verschmelzung symbolisiert im weißen Tantra die Verschmelzung von weiblichen und männlichen Energien.

Drei Arten des Tantra Yoga

1. Weißes Tantra

Das Ziel des weißen Tantras ist eine Reinigung, um wieder offen für den Fluss der Energie zu sein. Das weiße Tantra umfasst Rituale, Feuerzeremonien und Pilgerreisen, besteht aber größtenteils aus Meditationen und dem Kundalini Yoga. Kundalini wird mit einem Partner praktiziert und soll das Unterbewusstsein reinigen. Alte Gedankenmuster und energetische Blockaden sollen überwunden und aufgelöst werden.

2. Rotes Tantra

Das rote Tantra sieht die sexuelle Vereinigung der Partner als einen energetischen Akt, der den Geist erhebt. Die Praktiken werden hier zur Verschmelzung der Energien sehr sinnlich angewendet.

3. Schwarzes Tantra

Auch schwarzes Tantra hat die Fähigkeit Energien zu lenken. Es dient jedoch zur Manipulation von Menschen, Gedanken oder das Streben nach egoistischen Zielen und wird daher oft mit „böser“, schwarzer Magie verglichen.

Professor Dr. Christian Stief ist Facharzt für Urologie

Beratender Experte

Professor Dr. Christian Stief ist Facharzt für Urologie. Er habilitierte sich 1991 an der Medizinischen Hochschule Hannover. Seit 2004 steht er als Direktor der Urologischen Klinik des Klinikums der Universität München vor. Er ist Herausgeber mehrerer deutsch- und englischsprachiger wissenschaftlicher Bücher und war von 2006 bis 2012 Mitherausgeber der Fachzeitschrift European Urology. Seit 2018 ist er Mitglied des Medizinausschusses des Wissenschaftsrates der Bundesregierung und der Bundesländer.

Dr. Nadia Schendzielorz

Medizinisch geprüft von: Dr. Nadia Schendzielorz

Dr. Nadia Schendzielorz ist seit 2016 Apothekerin. Sie schloss ihr Studium der Pharmazie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab. Im Anschluss arbeitete sie an ihrer Dissertation an der Universität von Helsinki in Finnland und promovierte erfolgreich im Fachbereich Pharmakologie.

 

Letzte Änderung: 17 Februar 2021

 

Quelle: Tantra (Tantrische Philosophie)

Einzelnachweise:
  • Georg Feuerstein: Die Yoga Tradition. Geschichte, Literatur, Philosophie & Praxis. Yoga Verlag, Wiggensbach 2009, ISBN 978-3-935001-06-9, S. 532.
  • Helmut Poller: Was ist buddhistisches Tantra. Textauszug für das Werk Buddhistisches Tantra meistern. Abgerufen am 3. Oktober 2018 helmutpoller.eu
  • Helmut Poller: Tantra, Neo-Tantra und die Synthese auf helmutpoller.eu, Wien 2013, S. 1–10, abgerufen am 3. Oktober 2018 helmutpoller.eu
  • Georg Feuerstein: Die Yoga Tradition. Geschichte, Literatur, Philosophie & Praxis. Yoga Verlag, Wiggensbach 2009, ISBN 978-3-935001-06-9, S. 532.
  • Helmut Poller: Tantra, Neo-Tantra und die Synthese auf: helmutpoller.eu, Wien 2013, S. 1–10.
  • Georg Feuerstein: Die Yoga Tradition. Geschichte, Literatur, Philosophie & Praxis. Yoga Verlag, Wiggensbach 2009, ISBN 978-3-935001-06-9, S. 533.
  • Helmut Poller: Was ist buddhistisches Tantra? auf helmutpoller.eu, Wien 2013, S. 1–7, abgerufen am 3. Oktober 2018 helmutpoller.eu
  • Helmut Poller: Was ist buddhistisches Tantra? auf helmutpoller.eu, Wien 2013, S. 1–7, abgerufen am 3. Oktober 2018helmutpoller.eu
  • Silvio Wirth: Geschichte. Richtungen des Tantra. www.tantra-tradition.de, abgerufen am 4. Oktober 2018 [1]

 

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