Orgasmus

SO KOMMEN FRAUEN ZUM ORGASMUS


Orgasmus einer Frau


Viele Frauen und Paare kämpfen mit dem Problem, dass sie seltener kommt oder ein gemeinsamer Orgasmus ein unerfüllter Traum bleibt, während andere von multiplen Orgasmen reden. Das könnt Ihr ändern! Wir erklären Euch mit nützlichen Infos und Tipps, wie, wo und womit Ihr dem Höhepunkt auf die Sprünge helfen könnt.

Der weibliche Orgasmus

Der Weg ist das Ziel. Aber (an)kommen wollen wir auch! Viele Frauen brauchen länger als Männer, um zum Orgasmus zu kommen, oder kennen das Gefühl: kurz davor, aber es klappt einfach nicht. Das ist nicht ungewöhntlich – vor allem nicht beim Liebesspiel zu zweit. Doch auch durch Masturbation fällt es manchen Frauen schwer, den Orgasmus zu erreichen, geschweige denn multiple Orgasmen. Alles, was es über den weiblichen Orgasmus zu wissen gibt, wie Du die Klitoris richtig stimulieren kannst und welche Sextoys Dir beim Solo oder beim gemeinsamen Sex helfen, zeigen wir Dir jetzt.


Alles, was Du über den weiblichen Orgasmus wissen musst 💫 Tipps & Anleitung


4 Orgasmus-Phasen: So genießt Frau den Sex

Erregungsphase

Der Ablauf des weiblichen Orgasmus ist in vier Phasen gegliedert: Die Erregungsphase stellt das sexuelle Vorspiel dar. Hier wird die Lust auf Sex durch Küsse, Berührungen oder Dirty Talk gesteigert. Der Körper wird stärker durchblutet und dadurch angespannt. Bei der Frau ist das erste Anzeichen der Erregung das Feuchtwerden der Vagina. Beim Mann der steife Penis.

Plateauphase

Die Plateauphase wird deshalb so bezeichnet, weil ein bestimmtes Level an sexueller Anspannung erreicht wurde und dieses bis zum Orgasmus stabil bleibt. Ein Teil der Vagina beginnt sich mit Blut zu füllen und verengt sich dadurch. Der Penis kann daher fest umschlossen und stimuliert werden.

Ein kleiner Tipp: Der Scheideneingang wird als orgastische Manschette bezeichnet und ist ein einziger Muskelring, den Frau bewusst steuern kann. Wer sich und seinen Partner besonders verwöhnen möchte, spannt die Muskeln einfach ein wenig an und genießt.

Orgasmusphase

Die eigentliche Orgasmusphase ist der sexuelle Höhepunkt. Die Muskeln und Nerven sind angespannt und die Vagina zieht sich kurzzeitig in Abständen von unter einer Sekunde zwischen 3 und 15 Mal ruckartig zusammen. Ebenso die Gebärmutter und der Schließmuskel kontrahieren rhythmisch.

Rückbildungsphase

In der Rückbildungsphase fängt der Körper an sich nach dem Orgasmus zu beruhigen und lässt die Anspannung fallen. Der Körper entspannt, der Blutstau löst sich und die Schamlippen schwellen ab. Meistens benötigt der Mann eine kurze Ruhezeit, während die Frau theoretisch schon wieder in den Startlöchern steht.
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Der Weiblichen Orgasmus erklärt


Orgasmus-Helfer Nr. 1: die Klitoris

Die Stimulation der Klitoris, auch Kitzler genannt, ist der Schlüssel zum weiblichen Orgasmus. Sie ist viel empfindsamer als Schamlippen und Scheidenwände. Zudem ist sie viel einfacher zu ertasten als der G-Punkt und lässt sich sowohl bei Solo-Spielen als auch während des Geschlechtsverkehrs bequem streicheln und massieren.

Welcher Rhythmus und welche Intensität zum Orgasmus führt, ist bei jeder Frau individuell. Vielleicht mag sie am liebsten kreisende Streicheleinheiten, schnelle Zungenschläge beim Oralsex oder will zusätzlich vaginal oder anal mit den Fingern, dem Penis oder einem Toy stimuliert werden? (Tipp: Die besten Toys, um dem Orgasmus auf die Sprünge zu helfen, haben wir Dir hier zusammengestellt.) Welche Stellungen die Klitoris besonders stimulieren, erfährst Du in unserer Zusammenstellung an Sexstellungen, die Du nach unterschiedlichen Stimulationspunkten filtern kannst.

Wenn er sich noch ein bisschen schwer tut, kann sie seine Hand sanft führen oder ihm erstmal zeigen, wie es sich am besten für sie anfühlt. Frauen sollten sich ruhig trauen, ihn in ihre Geheimnisse einzuweihen, denn die meisten Männer sind dankbar für klare Ansagen, was sie im Schlafzimmer will – natürlich liebevoll formuliert und zum passenden Zeitpunkt.
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Vaginaler Orgasmus: So klappt’s!

Vaginaler und klitoraler Orgasmus – der Unterschied liegt darin, durch Stimulation welchen Körperteils Du den Höhepunkt erreichst. Ein vaginaler Orgasmus entsteht durch Stimulation der Vagina – also im Inneren – während der klitorale Orgasmus durch das Verwöhnen der Klitoris – also extern – entsteht. Klar trennen kann man sie jedoch nicht! Der Kitzler wird beim Sex mitstimuliert, denn er beschränkt sich nicht nur auf den Kopf, sondern hat zwei Schenkel, die sich entlang der Vagina verzweigen. Durch reine Penetration kommen übrigens nur die wenigsten Frauen (etwa ein Drittel) zum Höhepunkt. Aber: Übung macht die Meisterin!

Die meisten Frauen sind bei Lustgefühlen auf die Stimulation der Klitoris konditioniert. Ändere diese Routine doch mal, indem Du bei der Masturbation zwischen Massieren der Klitoris und Penetration mit dem Finger wechselst. Variiere den Druck und die Geschwindigkeit. Solltest Du Deine Lustpunkte mit dem Finger schlecht erreichen, kann ein Dildo hilfreich sein. Nutze einen mit gebogener Spitze, die Deinen G-Punkt erreicht.

Gemeinsam mit einer Partnerin oder einem Partner macht die Suche nach dem Big O noch mehr Spaß. Am besten legst Du Dich dafür auf den Rücken und Deine Liebste oder Dein Liebster kniet vor Dir, während sie oder er Dich vaginal mit dem Finger oder einem Toy stimuliert. Am besten eignet sich das Simulieren der “Komm her“-Bewegung mit dem Zeigefinger. Dein Partner kann es auch mit kreisenden Bewegungen wie bei der Stimulation der Klitoris versuchen oder sanft von außen auf den Bauch drücken, um die Stimulation im Inneren zu verstärken.

Extra-Tipp: Beim Sex kann ein vaginaler Orgasmus besonders gut erreicht werden, wenn Du auf dem Rücken liegst und Deine Beine auf die Schultern Deines Partners legst oder Du Dich in der Reiterstellung weit nach hinten lehnt, sodass der Penis die vordere Scheidenwand optimal stimuliert.

Neben dem G-Punkt gibt es im weiblichen Körper aber noch andere erogene Zonen, die Orgasmen auslösen können. Schon mal vom A-Punkt gehört? Die „Anterior Fornix Erogenous Zone“ liegt tief im Inneren der Vagina zwischen G-Punkt und Gebärmutterhals. Durch sehr tiefes Eindringen und Druck von Innen Richtung Bauchdecke kann der A-Punkt optimal verwöhnt werden. Die Stimulation dieser Region kurbelt außerdem die Produktion des Vaginalsekrets an.

Welche Lustpunkte es in der Vagina noch zu entdecken gibt, erfährst Du in unserem Beitrag zu den erogenen Zonen.

Viele Frauen fragen sich, wie sich ein vaginaler Orgasmus im Vergleich zu einem klitoralen anfühlt und wie sie diese unterschieden können. Obwohl jeder Körper und jeder Orgasmus unterschiedlich ist und daher kaum pauschale Aussagen darüber getroffen werden können, gibt es einige Anhaltspunkte. Frauen beschreiben den klitoralen Höhepunkt eher als scharfen Blitz, der den Körper durchzuckt und anschließend tiefe Befriedigung mit sich bringt. Er wird zudem als punktueller empfunden, als ein vaginaler Höhepunkt, der zumeist als ganzheitlicher beschrieben wird. Bei einem vaginalen Orgasmus kann das Gefühl „stumpfer“ sein, da es vom Körperinneren ausgeht und breitet sich eher wellenförmig im Körper aus. Ein „besser“ oder „schlechter“ gibt es nicht. Jede Frau empfindet ihre Orgasmen individuell anders.


So kommen Frauen zum Orgasmus!


Anal-Orgasmus – das gibt es auch?

Den Anal-Orgasmus gibt es wirklich und es ist nicht nur Männern vorbelassen, einen Orgasmus durch Analverkehr zu erleben. Zwar besitzen Frauen keine Prostata, deren Stimulation bei Männern zu intensive Höhepunkte führen kann, aber auch bei ihnen ist die Region rund um den Anus eine hoch erogene Zone. Unzählige Nervenenden befinden sich in den ersten Zentimetern des Analkanals. Werden diese stimuliert, ist eine starke Erregung spürbar, die zu einem Orgasmus führen kann. Außerdem kann durch Analsex zusätzlich indirekt der G-Punkt stimuliert werden, der sich in der Scheidenwand befindet.

Um einen anal Orgasmus erleben zu können, ist es wichtig, dass Du entspannt bist. Dazu ist es gut, wenn Dein Partner Dich zunächst richtig in Stimmung bringt. Ein intensives Vorspiel erleichtert das Fallenlassen enorm. Der nächste Schritt ist das sanfte Vordehnen des Anus, denn beim Analverkehr „von Null auf Penis“ zu gehen, ist keine gute Idee. Dein Partner kann Deinen Analbereich mit der Zunge stimulieren (Anilingus) und/oder sanft mit ein bis zwei Fingern oder einem Analtoy vordehnen. Gleitgel nicht vergessen, denn der Anus befeuchtet sich nicht von selbst!

Fühlst Du Dich entspannt und bereit, kann Dein Partner vorsichtig eindringen. Geht unbedingt sanft und langsam dabei vor, sodass Du Dich an das neue Gefühl gewöhnen kannst. Zusätzlich kann Dein Partner oder Du selbst Deine Klitoris oder die Brustwarzen stimulieren, um dem anal Orgasmus auf die Sprünge zu helfen. Wichtig ist jedoch, das Gesamterlebnis zu genießen – ein Orgasmus ist auch hier nur das i-Tüpfelchen.

Weitere Tipps für das erste Mal anal findest Du in unserem Beitrag zu Analsex.

Orgasmus ohne Berührung: alles nur Mythos?

Orgasmus ohne Berührung – gibt’s das überhaupt? Klar! Die meisten von uns sollten sogar schon einmal einen erlebt haben. Sowohl Männer als auch Frauen: die Rede ist von feuchten Träumen, der geläufige Begriff für einen Orgasmus im Schlaf. Aber gibt es den berührungsfreien Höhenflug auch ohne süße Träume?

Matratzensport mit Coregasm

Der bekannte US-amerikanische Sexualforscher Alfred Kinsey und seine Kollegen fanden bereits 1953 in ihrer Studie heraus, dass fünf Prozent der von ihnen befragten Frauen schon einen Orgasmus ohne Berührung beim Sport erlebt haben. Dieses Phänomen ist auch unter dem Begriff Coregasm bekannt.

Eine neuere Studie des Fachmagazins “Sexual and Relationship Therapy” befragte zum Thema 370 Frauen, die über stimulierende Erfahrungen während verschiedener sportlicher Übungen berichteten. Einige Frauen meinten, dass sich der Orgasmus ohne Berührung eher zufällig ereignete, während andere meinten, sie könnten den Vorgang bewusst lenken.

124 Frauen gaben an, mindestens schon einmal einen Höhepunkt beim Sport erlebt zu haben. Die Mehrheit hätte dabei keine sexuellen Fantasien gehabt. 246 berichteten von einer Erregung, die aber nicht zu einem Orgasmus führte. Etwa die Hälfte der Frauen sagte, den sportlichen Orgasmus beim Trainieren der Bauchmuskeln erreicht zu haben, also durch Sit-Ups oder ähnlichen Übungen. Das richtige Training ist entscheidend für einen sportlichen Orgasmus ohne Berührung. Hast Du Lust es einmal zu probieren? Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Coregasm:


  • Warm werden: Eine Cardio-Einheit, wie beim Laufen, steigert den Sauerstoffgehalt im Blut, erhöht die Pulsfrequenz und die Durchblutung im Körper. Drei Faktoren, welche die Orgasmusfähigkeit begünstigen.

  • Work-it-out: Jetzt geht’s ans Eingemachte. Trainiere intensiv Deine Bauchmuskeln mit folgenden Übungen. Frontkniebeugen – 3 Sätze à 15-30 Wiederholungen. Crunches – 3 Sätze à 15-30 Wiederholungen. Knieheben am Holm – 3 Sätze à 15-30 Wiederholungen

  • Zeit zum Kommen: Wenn Du die Erregung spürst und Deine Muskeln anfangen zu zittern, gebe nicht auf, sondern mache weiter. Schaffst Du es, öffne Dich für den Orgasmus. Sobald du das erste Anzeichen spürst, entspanne Dich, ohne die Bauchübungen zu unterbrechen.


Wem das Power-Workout nicht liegt, der kann versuchen entspannt zum Höhepunkt zu kommen – alleine oder gemeinsam. Seid Ihr gerade sehr erregt und habt schon eine Weile keinen Orgasmus gehabt? Um so besser! So ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Orgasmus ohne Berührung größer. Bewusste Enthaltsamkeit hilft Euch dabei sexuelle Spannung aufzubauen.

Genießt mit Eurem Partner gemeinsame Massagen und massiert dabei dessen Intimbereich. Neckt Euch mit der Zunge oder spielt mit Euren Fingern an den Nippeln des anderen. Wichtig: kommt nicht zum Höhepunkt, sondern heizt Euch einfach immer und immer wieder an – gerne über mehrere Tage hinweg. Eure Erregung wird dadurch immer weiter gesteigert sowie die Fähigkeit zum berührungslosen Orgasmus. Diese drei Extra-Tricks helfen Euch dabei den Orgasmus ohne Berührungen noch leichter zu erreichen:


  • Durch Meditation zum Ziel: Trainiere durch Meditation Deine Gedanken und lerne Sorgen auch einmal abzuschalten, stressige Gedanken wegzuschieben, zu entspannen und den Moment intensiver wahrzunehmen. Meditation trainiert die Aufmerksamkeit, so dass Du sie nach und nach immer leichter steuern kannst.

  • Orgasmus trainieren: Durch das Training der Beckenbodenmuskulatur erhältst Du mehr Kontrolle über Deinen Orgasmus, egal ob beim Sex oder Solo. Durch das Training spürst Du die tiefliegenden Muskelpartien, kannst diese im richtigen Moment kontrahieren und lösen. Die perfekte Ausgangslage für einen Orgasmus ohne Berührung.

  • Der Womanizer: Der Womanizer ist ein Sextoy, welches die Klitoris berührungslos durch Druckwellen stimuliert und ein vollkommen neuartiges Orgasmusgefühl erzeugt! Hier erfährst Du mehr zu dem Orgasmuswunder.
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Weibliche Ejakulation – Mythos oder Wahrheit?

Die weibliche Ejakulation ist kein Mythos: Es gibt sie wirklich. Durch intensive Stimulation – insbesondere des G-Punktes – können Frauen beim Orgasmus ejakulieren. Beim heutigen Forschungsstand besteht allerdings noch Uneinigkeit darüber, woraus sich das Sekret zusammensetzt, wo es konkret gebildet wird und was die Auslöser sind.

Aktuell geht man davon aus, dass das sogenannte Squirting nicht dasselbe ist, wie eine weibliche Ejakulation. Beim Squirting tritt auf dem Höhepunkt der Erregung Urin aus der Harnröhe aus. Bei der Ejakulation soll jedoch ein Sekretgemisch abgesondert werden, das der männlichen Spermaflüssigkeit sehr ähnlich sei.

Chemische Analysen ergaben, dass das Ejakulat unter anderem saure Prostata-Posphatase (PAP), Kalzium und Glukose enthält. Es kann klar bis milchig aussehen. Gebildet wird das Ejakulat in den paraurethralen Drüsen, auch Skene-Drüsen genannt. Diese sitzen in einem schwammartigen Gewebe, das die Harnröhre umschließt. Abgesondert wird es stoßweise durch die Harnröhre sowie rechts und links derselben.

Da die genaue Physiologie des Vorgangs noch nicht bekannt ist, ist es unklar, ob die weibliche Ejakulation erlernbar ist. Fakt ist, sie kann, muss aber nicht, bei jedem Orgasmus auftreten. Oftmals bleibt sie ein singuläres Ereignis.

Ob ein größeres Lustempfinden daraus entsteht bzw. der Orgasmus im Falle einer Ejakulation besonders intensiv war, ist ebenfalls unklar. Es wird jedoch davon ausgegangen. Die Ejakulation sollte – wie auch beim Mann – nicht das erklärte Ziel beim Sex sein. Außerdem sollte sie Frauen nicht peinlich sein. Warum auch? Schließlich zeigt es, dass sie im Stande ist, sich fallen zu lassen und richtig genießen zu können – und Laken kann man wechseln!

Befürchtest Du, dass Dein Partner es komisch finden könnte, sprich vorher mit ihm. Er wird es verstehen und Dich hoffentlich dazu ermuntern, Dich gehen zu lassen. Wer die Ejakulation aus Scham zurückzuhalten möchte, bringt sich selbst um einen tollen Höhepunkt. Solltest Du bei der Masturbation, beim Oral- oder Geschlechtsverkehr den Drang verspüren zu urinieren, stehst Du wahrscheinlich kurz davor. Gib dem Gefühl nach, lass die Hemmungen fallen und genieße…
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Multiple Orgasmen: Frauen können mehrmals

Multiple Orgasmen sind mehrere aufeinanderfolgende Orgasmen in kurzen Abständen. Doch nicht jede Frau erlebt multiple Orgasmen gleichermaßen: Bei Frauen des Peak-Typs fällt die Erregungskurve nach dem Orgasmus ab. Die Klitoris ist dann oft überreizt und weitere Berührungen können als unangenehm empfunden werden. Ein unmittelbarer zweiter Orgasmus ist nicht möglich. Nach einer etwa ein- bis zehnminütigen Pause kann es jedoch weitergehen. Bei Frauen des Plateau-Typs bleibt die Lustkurve nach dem Orgasmus relativ konstant auf hohem Niveau – und es kann ohne Unterbrechung in Runde zwei gehen.

Multiple Orgasmen kann man lernen: Mit diesen Tipps


  • Entspannung: Ein freier Kopf ist das A und O, wenn zum mehrfachen Ohhh kommen soll. Lass den Stress auf Arbeit, schaffe eine Wohlfühlatmosphäre (Kerzen, Düfte, stimmungsvolle Musik und angenehme Temperaturen) und nimm Dir Zeit für ein intensives Vorspiel.

  • Abwechslung: Ist Deine Klitoris nach dem Orgasmus zu empfindlich für weitere Berührungen? Dann probiere es mit anderen Lustpunkten wie beispielsweise dem A-Punkt. Bist Du das erste Mal durch wilden Geschlechtsverkehr gekommen, ist für Runde zwei eher sanfter Oralverkehr empfehlenswert – oder andersrum. Manche Frauen wiederum mögen es, genau da weiterzumachen, wo sie aufgehört haben.

  • Hilfsmittel: Manchmal reicht Sex allein nicht aus, um einen Orgasmus – geschweige denn mehrere – zu erreichen. Verschiedene Sexspielzeuge können helfen, dieses Ziel zu erreichen. Einen Überblick über die besten Toys für intensivere Orgasmen haben wir Dir hier zusammengestellt. Eventuell kannst Du auch einen erotischen Film oder eine sinnliche Hörgeschichte im Hintergrund laufen lassen, um zusätzlich visuell oder akustisch stimuliert zu werden.
    Übrigens sind nicht nur Frauen imstande, multiple Orgasmen zu erleben: auch Männer können dies theoretisch – es erfordert jedoch Übung. Wichtig ist, zwischen Orgasmus und Ejakulation zu unterscheiden. Ohne Samenerguss („trockener Orgasmus“), mit dem ein rapider Lust- und Leistungsabfall einhergeht, kann er weitermachen und bald den nächsten Lustgipfel erleben.


Voraussetzung dafür ist ein gezieltes Training des PC-Muskels im Beckenbodenbereich. Das sind jene Muskelpartien, mit denen das Urinieren unterbrochen werden kann. Wenn sie kurz vorm Kommen kräftig angespannt werden, soll die Ejakulation verhindert und trotzdem ein großartiges Gefühl erreicht werden. Regelmäßiges Beckenbodentraining zahlt sich also aus! Aber: Multiple Orgasmen sind eine Seltenheit und Sex kein Leistungssport. Der Weg ist das Ziel!

Orgasmusprobleme

Orgasmusprobleme kennen viele Frauen (und auch Männer): Man steht kurz vor dem Orgasmus, doch es will einfach nicht funktionieren – Orgasmusprobleme dieser Art kommen häufig vor und sind kein Grund zur Sorge. Die Ursachen für Orgasmusprobleme sind vielfältig und nicht pauschal zu nennen. Meist reicht ein wenig Geduld und Zeit für das Kennenlernen der eigenen Bedürfnisse, um am Ende doch einen lustvollen Orgasmus zu genießen. Für alle, die sich weiter informieren wollen, was sie sich noch Gutes tun können – hier geht es zu unseren Tipps: Schneller kommen.

Klappt es trotzdem nicht, sind Stress und Druck, körperliche Scham, der allgemeine gesundheitliche und seelische Zustand sowie die partnerschaftliche Situation oftmals die Hauptgründe, die die Orgasmusfähigkeit beeinflussen. In selteneren Fällen können Orgasmusstörungen auch medizinische Ursachen haben – scheu Dich nicht, Deinen Frauenarzt darauf anzusprechen.

Die häufigsten Probleme und hilfreiche Tipps

Nicht mit dem Partner kommen

Du kommst zwar beim Masturbieren, aber nicht gemeinsam mit Deiner oder Deinem Liebsten? Das kannst Du ändern! Dein Partner oder Deine Partnerin kann lernen, Dir unvergessliche Orgasmen zu bescheren – wenn Du mithilfst. Schließlich kann sie oder er nicht erahnen, was Dir gefällt, da jeder Mensch auf andere Weise stimuliert werden möchte.

Zeig Deinem Schatz, wie Du es gern hast, wie Du Dich selbst berührst und bitte ihn um Geduld. Der Geschlechtsakt reicht Dir nicht? Dann geht es Dir wie vielen Frauen. Hier hilft ein ausgedehntes Vorspiel, um richtig auf Touren zu kommen und zusätzliche Stimulation der Klitoris (oral oder mit der Hand), der Brustwarzen und anderen erogenen Zonen. Für alle Partner und Partnerinnen, die dies hier lesen: Hier geht es zu unseren Tipps, um eine Frau zum Kommen zu bringen.

Nicht entspannen können

Frauen sind bekanntlich Multitasking-Genies. Leider heißt das auch, dass sie selbst im Bett oftmals nicht abschalten können. „War das die letzte Milch im Kühlschrank?“, „Was schenke ich Oma nur zum 80.?“ und „Wann war nochmal der Termin zur Zahnreinigung?“ – diese und andere Gedanken verhindern, dass Du Dich wirklich fallen lassen kannst. Versuche Deinen Kopf für eine Weile stummzuschalten und nur auf die Signale Deines Körper zu hören. Vielleicht hilft auch eine entspannende Massage dabei, Dein Gedankenkarussell anhalten zu lassen.

Vermeintliche Problemzönchen hindern Frauen zudem oft daran, sich entspannen zu können und sich gehen zu lassen. Der Po zu dick, die Brüste zu klein? Macht nichts! Deinen Partner stört das nicht. Diese Befürchtungen spielen sich nur in Deinem eigenen Kopf ab. Versuche es zunächst mit Cellulite-freundlichem gedimmten Licht und Sexstellungen, in denen man eng umschlungen ist und sich geborgen fühlt – steigere Dich langsam und entdecke ganz neues Selbstbewusstsein und Höhepunkte!

Zu früh kommen

Auch Frauen passiert es, dass sie – wenn sie stark erregt sind – zu früh kommen. Ein Glück, dass es multiple Orgasmen gibt! 😉 Kommt er zu zeitig, ist das ebenfalls kein Problem. Dass er einen vorschnellen Orgasmus hatte, heißt schließlich nicht, dass das Spiel vorbei sein muss. Nimm einfach seine Hand und führe sie dahin, wo Du sie gern spürst. Möglicherweise erregt ihn das sogar so, dass auch eine zweite Runde drin ist.

Sollte Euer Liebesleben von einem vorzeitigen Samenerguss negativ beeinflusst werden, könnt Ihr gegensteuern, indem er Dir Zeichen gibt, wenn es soweit ist und Ihr dann einen Gang zurückschaltet. Es gibt auch Techniken, um den Orgasmus hinauszuzögern, die er lernen kann. Oder aber er kümmert sich zuerst um Dich und erst dann geht es um ihn. Wichtig ist, dass Ihr offen darüber sprecht, was Ihr Euch wünscht und wonach Ihr Euch sehnt. Setzt Euch vor allem nicht unter Druck: Sex kann auch ohne Orgasmus erfüllend sein und ist nicht das alleinige Ziel beim Liebesspiel.


Professor Dr. Christian Stief ist Facharzt für Urologie

Beratender Experte

Professor Dr. Christian Stief ist Facharzt für Urologie. Er habilitierte sich 1991 an der Medizinischen Hochschule Hannover. Seit 2004 steht er als Direktor der Urologischen Klinik des Klinikums der Universität München vor. Er ist Herausgeber mehrerer deutsch- und englischsprachiger wissenschaftlicher Bücher und war von 2006 bis 2012 Mitherausgeber der Fachzeitschrift European Urology. Seit 2018 ist er Mitglied des Medizinausschusses des Wissenschaftsrates der Bundesregierung und der Bundesländer.

 

Dr. Nadia Schendzielorz

Medizinisch geprüft von: Dr. Nadia Schendzielorz

Dr. Nadia Schendzielorz ist seit 2016 Apothekerin. Sie schloss ihr Studium der Pharmazie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab. Im Anschluss arbeitete sie an ihrer Dissertation an der Universität von Helsinki in Finnland und promovierte erfolgreich im Fachbereich Pharmakologie.

 

Letzte Änderung: 17 September 2020

 

Quellen:

Literatur

  • Klaus M. Beier, Hartmut A. G. Bosinski, Kurt Loewit; Klaus M. Beier (Hrsg.): Sexualmedizin. 2. Auflage. Elsevier, Urban & Fischer, München/Jena 2005, ISBN 3-437-22850-1.
  • Erwin-Josef Speckmann: Physiologie. Ausgabe 5, Elsevier; Urban & Fischer, München/Jena 2008, ISBN 978-3-437-41318-6.
  • Robert F. Schmidt: Physiologie des Menschen: Mit Pathophysiologie. 30. Auflage. Springer, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-32908-4.
  • Jan Hartmann, Christian Hick, Friedrich Jockenhövel: Intensivkurs Physiologie. 5. Auflage. Elsevier, Urban & Fischer, München/Jena 2006, ISBN 3-437-41892-0.
  • Michel Odent: Die Natur des Orgasmus. Über elementare Erfahrungen. Aus dem Englischen übersetzt von Christof Trunk. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60635-9.

 

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