Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr: Tipps für mehr Spass und Genuss


Geschlechtsverkehr zwischen Frau und Mann


Es gibt nicht die eine richtige Art, Sex zu haben. Ihr könnt einfach ausprobieren. Und ihr könnt darüber reden, wie es euch gefällt. Ausserdem beeinflusst ihr mit euren Körpern, wie erregend und lustvoll ihr den Geschlechtsverkehr erlebt.

Wie geht Sex richtig?

Eine Frau und ein Mann haben Geschlechtsverkehr im Bett in Reiterstellung

Es gibt nicht die eine richtige Art, Sex zu haben. Wenn ihr miteinander Sex habt, ist das wie wenn ihr miteinander tanzt. Da gibt es völlig verschiedene Tänze. Und die Tänze können ganz unterschiedlich getanzt werden. Euren persönlichen Paartanz entdeckt ihr am besten für euch selbst.

Wie sorge ich für Abwechslung?

Die Abwechslung kann beim Geschlechtsverkehr im ganz Kleinen liegen. So lässt sich aus einer einzigen Stellung ein ganzes Menü machen, je nachdem wie ihr eure Körper einsetzt und euch miteinander bewegt.


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Warum ist das Vorspiel so wichtig?

Vorspiel ist eigentlich das gleiche wie Petting – nur dass das Vorspiel im Gegensatz zum Petting vor dem Geschlechtsverkehr stattfindet. Das Vorspiel sorgt dafür, dass eine Frau den Sex geniessen kann und keine Schmerzen hat. Ein Vorspiel, in dem sich die Frau gut sexuell erregen kann, ist sehr wichtig. Denn erst wenn eine Frau sexuell erregt ist, wird die Vagina grösser und feuchter. Wir erklären das in unserem Text «Die Scheide oder Vagina». Wenn die Vagina grösser und feuchter ist, hat der Penis gut Platz und rutscht besser. Es ist besonders wichtig, dass beim Vorspiel auch die Vagina nicht zu kurz kommt. Die Vagina ist das innere Geschlecht der Frau. Lies dazu bitte unseren Text «Petting und Vorspiel: Tipps».

Welche Stellungen gibt es?

Es gibt zahlreiche Stellungen und Winkel, wie der Penis in der Vagina sein kann und sich beide daran sexuell erregen können.

  • Der Mann kann oben sein und die Frau unten.
  • Oder die Frau kann oben sein und der Mann unten.
  • Sie können einander seitwärts gegenüber liegen.
  • Er kann hinter ihr sein.
  • Sie können sitzen, stehen und so weiter.

Es ist am allerbesten, ihr probiert aus, welche Stellungen euch am meisten liegen. Das hängt von eurer persönlichen sexuellen Lerngeschichte und von den Eigenarten eurer Körper ab – und schliesslich ist auch jede Vagina und jeder Penis anders gebaut. Für genauere Beschreibungen von Sexstellungen gibts viele Bücher für Paare, zum Beispiel «Wild Thing» von Paul Joannides. Du kannst auch Sexstellungen im Internet suchen. Beachte auch unsere Tipps: «Geschlechtsverkehr mit einem breiten/langen/grossen Penis» und «Geschlechtsverkehr mit einem kurzen oder schmalen Penis». Mehr zur sexuellen Lerngeschichte erfährst du in unseren Texten «Wie funktioniert das sexuelle Lernen bei Frauen?» und «Wie funktioniert das sexuelle Lernen beim Mann?».


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Wie können wir uns zusätzlich stimulieren?

Viele Menschen mögen es, wenn jemand sie stimuliert an Klitoris, Vulva, Damm, Hoden, Brust, Nacken oder irgendwelchen anderen Stellen des Körpers. Das kannst du nicht nur beim Vorspiel machen. Auch während des Geschlechtsverkehrs kannst gleichzeitig andere Stellen zusätzlich stimulieren. Und vielleicht werden dich auch andere Dinge sexuell erregen. Zum Beispiel kann es dich sexuell erregen, wenn ihr miteinander redet, einander küsst, in die Augen schaut, euch riecht und so weiter. Das heisst: Beim Geschlechtsverkehr hast du die Möglichkeit, zahllose sexuelle Erregungsquellen zusätzlich einfliessen zu lassen. Eine sexuelle Erregungsquelle ist alles, was deine sexuelle Erregung auslöst oder steigert.


Schmerzen beim Geschlechtsverkehr


Wie gehe ich mit Erwartungen um?

Ein Mann und eine Frau nackt im Bett reden miteinander

Beim Geschlechtsverkehr geht es darum, auszuprobieren. Probier immer wieder aus. Und spüre, was dir zusagt. Gib nicht auf, wenn etwas Neues nicht auf Anhieb klappt. Ein neuer Tanzschritt klappt auch nicht immer auf Anhieb. Geschlechtsverkehr ist also etwas, das ihr gemeinsam übt. Darum empfehlen wir auch, keine überhöhten Erwartungen an das «erste Mal» zu haben. Es ist sehr hilfreich, wenn ihr miteinander redet. Teile deiner*deinem Partner*in mit, wie dir etwas gefällt, was du ausprobieren möchtest und falls sich etwas unangenehm anfühlt. Das tut ihr ja bestimmt auch sonst, wenn ihr gemeinsam etwas Neues ausprobiert. Du möchtest Tipps zum Reden über Sex? Schau doch mal in unseren Text «Reden über Sex ist hilfreich und erotisch».

Wie geniesse ich den Sex mehr?

Wenn dein Körper angespannt, steif oder unbewegt ist, ist die Durchblutung weniger gut. Wenn die Durchblutung schlechter ist, spürst du weniger. Der Sex wird dann anstrengender. Ausführlicher erklären wir das in unseren Texten «Was passiert, wenn Frauen ihre Muskeln beim Sex sehr anspannen?» und «Was passiert, wenn Männer ihre Muskeln beim Sex sehr anspannen?». Bei jungen Männern kann es bei hoher Muskelspannung öfters mal zum vorschnellen Samenerguss kommen. Bei Frauen kann es Schmerzen und Trockenheit in der Vagina mit sich ziehen. Warum es so wichtig ist, dass du deinen Körper beim Sex aktiv und bewegt hältst, liest du genauer in unseren Texten «Warum ist es gut, wenn ich (w) mich beim Sex bewege?» und «Das Becken ist das Steuerrad des Penis».

Was mag die Vagina?

Stell dir vor, die Frau liegt ruhig da. Und er macht «rein-raus»-Bewegungen. Dann ist das für die Vagina oft gar nicht so spannend. Die Vagina mag seitlichen Druck und Dehnung. Denn besonders weiter innen ist sie vor allem für Druck empfindlich. Dort ist sie nicht für Reibung empfindlich. Viel interessanter wird es also, wenn der Mann oder die Frau das Becken kreist und schaukelt. So massieren sie die Vaginawände.

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Was bringt es, allein zu üben?

Wenn du deinen eigenen Körper besser kennst und mehr geniesst, geniesst du auch den Sex zu zweit mehr. Denn du spürst und geniesst ja immer selbst. Frauen können sich zum Beispiel mit ihrer Vagina vertrauter machen, so dass sie Berührungen in der Vagina mehr geniessen. Dazu haben wir die Tipps «Wie spüre ich mehr in der Scheide (Vagina)?» geschrieben. Und dann gibt es Tipps für Männer, wie sie ihren Penis auf das Gefühl in der Vagina vorbereiten können. Lies dazu bitte «Allein für Geschlechtsverkehr mit einer Frau üben: Tipps für Männer».Wenn du auch allein übst, wirst du zu einem besseren Liebhaber oder einer besseren Liebhaberin. Dich interessiert vielleicht auch unser Text «Guter Sex: Wer befriedigt hier wen?».

Wie steigere ich die sexuelle Erregung und den Genuss?

Es gibt im Grunde 3 Arten, wie du mit deinem Körper beim Geschlechtsverkehr gezielt die sexuelle Erregung und den Genuss steigern kannst. Es braucht auch ein bisschen Übung. Deshalb haben wir jeweils Texte mit Übungstipps verfasst.

  • Bewegung: «Aktiver und bewegter Sex: Beckenschaukel für Frauen» und «Beim Sex geschickter werden: Beckenschaukel für Männer»
  • Spiel mit der Muskelspannung: «Beckenbodentraining für Frauen für den Sex» und «Beckenbodenübungen für den Sex für Männer»
  • Atmung: «Tief atmen macht dich zur sicheren, geniessenden Frau» und «Tief atmen macht dich zum sicheren Mann und zum besseren Lover»
  • Wir empfehlen diese Übungen allen Frauen und Männern. Sie verhelfen zu mehr Genuss, und sie helfen auch bei sexuellen Problemen.

Wie kann ich den Geschlechtsverkehr unterschiedlich gestalten?

Du kannst den Geschlechtsverkehr auch auf andere Weise völlig unterschiedlich gestalten. Such für den Sex unterschiedliche Orte aus. Sorg mal mit Kerzen oder etwas anderem für Stimmung. Zieh dir etwas besonderes an. Oder stell Sex-Toys bereit. Auch mit verschiedenen Gleitmitteln kannst du spielen. Dir fallen sicher noch viele andere Dinge ein.

Was spielt noch eine Rolle?

Dann spielt es natürlich auch der geeignete Rahmen eine Rolle. Wann findet der Geschlechtsverkehr statt? Wie viel Zeit nehmt ihr euch dazu? Wie erregt ihr euch beim Vorspiel? Und wie lang dauert das Vorspiel? Habt ihr vor dem Sex dafür gesorgt, dass Lust aufkommen konnte. Denn die tollste sexuelle Technik bringt nichts, wenn die Lust dazu nicht da ist. Dazu interessiert dich vielleicht unser Kapitel «Tipps für lustvollere Beziehungen».

Geschlechtsverkehr: Was ist das?

Wir meinen wir damit Vaginalverkehr. Es gibt aber noch mehr Arten Sex zu haben. Wichtig beim Vaginalverkehr sind das Vorspiel und die Verhütung.

Kein klarer Begriff

Wenn wir auf der Lilli Geschlechtsverkehr sagen, meinen wir, dass ein Mann mit seinem Penis in die Vagina der Frau eindringt und die Frau mit ihrer Vagina den Penis des Mannes aufnimmt. Eigentlich ist das nicht ganz korrekt, und es bedeutet mehr als das. Die fachlich korrektere Bezeichnung für «Penis in Vagina» ist «vaginaler Geschlechtsverkehr» oder Vaginalverkehr.

Sex haben oder miteinander schlafen?

Eine Frau und ein Mann haben Geschlechtsverkehr im Bett in Reiterstellung

Viele bezeichnen vaginalen Geschlechtsverkehr als «Sex haben». Andere nennen ihn kurz «GV», manche sagen auch «miteinander schlafen» – obwohl dabei nun wirklich nicht geschlafen wird (hoffentlich). Manche sagen «Liebe machen» – und das tut ihr beim Geschlechtsverkehr auch nicht: Ihr drückt eure Liebe dabei vielleicht aus, aber ihr macht sie nicht. Ausserdem kann es ja auch vorkommen, dass du den Geschlechtsverkehr mit einer Person geniesst, ohne dass ihr einander liebt.

Ist Geschlechtsverkehr die beste Art, Sex zu haben?

Es gibt neben dem vaginalen Geschlechtsverkehr noch viele andere Arten, den Sex zu zweit zu geniessen. Falls du schon Sex mit einer Person deines eigenen Geschlechts hattest, weisst du das eh. Viele Leute warten mit dem Geschlechtsverkehr, wenn sie eine*n neue*n Freund*in haben. Sie machen erst einmal Petting. Petting eignet sich toll dazu, den Körper des*der Partner*in und die Sexualität zu zweit zu entdecken. Man kann damit auch für den Geschlechtsverkehr üben.

Vaginalverkehr braucht ein Vorspiel

Vaginaler Geschlechtsverkehr klappt nur dann und macht nur dann so richtig Spass, wenn eure Körper durch die sexuelle Erregung genügend «aufgewärmt» sind. Denn der Penis muss einigermassen steif sein, damit er in die Vagina eindringen kann. Und die Vagina muss feucht sein und sich so weit vergrössert haben, dass der Penis in ihr gut Platz hat. Das hat sie nur, wenn sie sexuell erregt ist. Bei jugendlichen und jungen Männern ist der Penis in der Regel schneller bereit als die Vagina. Es dauert etwas länger, bis die Vagina in der sexuellen Erregung feuchter und grösser wird. Darum ist es wichtig, dass sich die Frau beim Vorspiel lang genug sexuell erregen kann.

Verhüten und immer wieder Verhüten

Mann liegt auf dem Rücken, Frau kniet vor ihm und streift ein Kondom über

Beim Geschlechtsverkehr kann es zu einer Schwangerschaft kommen, und ihr könnt einander mit sexuell übertragbaren Infektionen anstecken, wenn ihr nicht für Verhütung sorgt. Bevor irgendein Penis in irgendeine Vagina eindringt oder irgendeine Vagina irgendeinen Penis aufnimmt, kommt zuallererst der Schutz vor unerwünschter Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Infektionen – egal wie heiss die Stimmung ist. So sorgt ihr für eure sexuelle Gesundheit.

Wie ist das mit den Stellungen?

Beim Geschlechtsverkehr gibt es ganz verschiedene Variationen und Stellungen.


Professor Dr. Christian Stief ist Facharzt für Urologie

Beratender Experte

Professor Dr. Christian Stief ist Facharzt für Urologie. Er habilitierte sich 1991 an der Medizinischen Hochschule Hannover. Seit 2004 steht er als Direktor der Urologischen Klinik des Klinikums der Universität München vor. Er ist Herausgeber mehrerer deutsch- und englischsprachiger wissenschaftlicher Bücher und war von 2006 bis 2012 Mitherausgeber der Fachzeitschrift European Urology. Seit 2018 ist er Mitglied des Medizinausschusses des Wissenschaftsrates der Bundesregierung und der Bundesländer.

 

Dr. Nadia Schendzielorz

Medizinisch geprüft von: Dr. Nadia Schendzielorz

Dr. Nadia Schendzielorz ist seit 2016 Apothekerin. Sie schloss ihr Studium der Pharmazie an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn ab. Im Anschluss arbeitete sie an ihrer Dissertation an der Universität von Helsinki in Finnland und promovierte erfolgreich im Fachbereich Pharmakologie.

 

Letzte Änderung: 14 September 2020

 

Quellen:

Literatur

  • Z. B. Ergebnisse der Sexual Wellbeing Global Survey 2007/08. (Memento vom 18. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB)
  • Lizette Borreli: Am I ‘Normal?’ Average Sex Frequency Per Week Linked To Age. medicaldaily.com, 15. August 2017; abgerufen am 28. Dezember 2017.
  • Sex-Häufigkeit: Zahlen und Fakten. (Memento vom 23. Dezember 2017 im Internet Archive) kabeleins.de; abgerufen am 28. Dezember 2017.
  • Sophie Allard: La fréquence des rapport sexuels. Auf: masantesexuelle.com; zitiert Ergebnisse aus: M. Bozon: La Sexualité aux temps du sida, collectif, chapitre Amour, désir et durée. Presses universitaires de France (PUF), Paris 1998.
  • Emmanuelle Godeau, Saoirse Nic Gabhainn, Céline Vignes u. a.: Contraceptive Use by 15-Year-Old Students at Their Last Sexual IntercourseResults From 24 Countries. In: Archives of pediatrics & adolescent medicine. Januar 2008. Band 162, Nr. 1, S. 66–73
  • Amy B. Brunell, Gregory D. Webster: Self-Determination and Sexual Experience in Dating Relationships. In: Personality and Social Psychology Bulletin. Juli 2013, Band 39, Nr. 7, S. 970–987
  • Z. Vrangalova, R. Savin-Williams: Adolescent sexuality and positive well-being: A group-norms approach. In: Journal of youth and adolescence. August 2011, Band 40, Nr. 8, S. 931–944
  • Gunter Schmidt, Silja Matthiesen: Beziehungsdauer und Leidenschaft. Auf: forum.sexualaufklaerung.de von 2009; abgerufen 28. Dezember 2017.
  • Konfessionslose haben mehr Lust auf Sex. (Memento des Originals vom 8. Dezember 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft.
  • M. D. Waldinger, P. Quinn, M. Dilleen u. a.: A multi-national population survey of intravaginal ejaculation latency time. In: The journal of sexual medicine. Februar 2006, Band 43, Nr. 1, S. 29,
  • Max Marcuse (Hrsg.): Handwörterbuch der Sexualwissenschaft. Enzyklopädie der natur- und kulturwissenschaftlichen Sexualkunde des Menschen. de Gruyter, Berlin / New York 2001, ISBN 3-11-017038-8
  • Hans Giese (Hrsg.): Die Sexualität des Menschen. Handbuch der medizinischen Sexualforschung. 2 Bände. 2. Auflage, Enke, Stuttgart 1968–1971, DNB 458936162.
  • Wenn Sex als Machtinstrument eingesetzt wird. In: Welt Online. 19. April 2012, abgerufen am 17. September 2013.
  • Günter Elsässer: Ausfall des Coitus als Krankheitsursache in der Medizin des Mittelalters. Berlin 1934 (= Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften, 3).
  • Evert Dirk Baummann: Antike Betrachtungen über Nutzen und Schaden des Koitus. In. Janus. Band 44, 1940, S. 123–128.

 

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